ZYTOSTATIKA & PARENTERALIA

Anspruchsvolle Arzneimittel für anspruchsvolle Therapien

Parenteralia im Allgemeinen und Zytostatika im Besonderen sind patientenindividuelle Arzneimittel, die von qualifiziertem Personal in zertifizierten Reinraumlaboren hergestellt werden. In der Apotheke laufen alle Fäden zusammen: Sie prüft die ärztliche Verordnung, übernimmt die Bestellung der pharmazeutischen Ausgangsstoffe, die Herstellung der Zubereitung, die Verpackung, Endkontrolle und schließlich den sicheren Transport an den Ort, an dem die Patientin oder der Patient das maßgeschneiderte Arzneimittel erhält.

Mehr zur Herstellung

KLEINES WHO IS WHO

Zytostatika sind Arzneimittel, die bei einer Chemotherapie eingesetzt werden. Sie verteilen sich über das Blut im ganzen Körper und erreichen so den Tumor sowie eventuell schon verstreute Krebszellen. Zytostatika hindern die Krebszellen, sich zu teilen und zu vermehren.

Als Parenteralia werden Arzneimittel-Zubereitungen bezeichnet, die „am Darm vorbei“ (para enteron) verabreicht, also nicht oral eingenommen werden. Es sind vor allem Infusionen und Injektionen – wie zum Beispiel Zytostatika.

Herstellung von patientenindividuellen Arzneimitteln in zertifizierten Reinraumlaboren

Herstellung von patientenindividuellen Arzneimitteln in zertifizierten Reinraumlaboren

Herstellung von patientenindividuellen Arzneimitteln in zertifizierten Reinraumlaboren

Therapien von Z bis A

Parenteralia (Infusionen und Injektionen) werden für unterschiedliche Therapien eingesetzt:

  • Zytostatika für Chemotherapien und monoklonale Antikörperlösungen für weitere onkologische Behandlungen
  • Virustatika für die Behandlung von Viruserkrankungen
  • Schmerzpumpen für die Tumortherapie und Palliativmedizin
  • Parenterale Ernährungslösungen z. B. bei Funktionsstörungen des Darmes, für Frühgeborene oder in der Palliativversorgung
  • Antibiotika für eine ambulante parenterale Antibiotikatherapie (APAT), z.B. bei Mukoviszidose
  • sonstige parenterale Zubereitungen wie z. B. Injektionen für die Augen-Heilkunde

WAS IST EINE MONOKLONALE ANTIKÖRPERTHERAPIE?

Im Gegensatz zu einer Chemotherapie mit Zytostatika, die sich generell an alle Krebszellen richtet, spricht die monoklonale Antikörpertherapie nur ein bestimmtes Merkmal der Tumorzellen an. Sie arbeitet mit künstlich hergestellten Eiweißmolekülen, die baugleich mit körpereigenen sind.